Mai 2011: "Wandelbare" Idee gegen die Krise (PNP)

Designer-Dirndl,

Antonie Freundorfer erfindetWechsel-Dirndl à la "Aus einsmach zwei"

 

Straubing. Mit einer Erfindung, die sie als Gebrauchsmuster für zehn Jahre hat schützen lassen, will die Straubinger Dirndl-Designerin Antonie Freundorfer eine Marktlücke in Deutschland und Österreich besetzen: Sie schneidert Dirndl mit austauschbarem Vorderteil in verschiedenen Formen, Farben und Materialien, so dasmit dem Latz und einer entsprechenden Schürze aus einem einzigen Kleid zig Varianten gemacht werden können. "Bei meinen Kunden bin ich wie ein Chamäleon - ich kann mich auf jeden individuell einstellen - und das dann bei den Dirndl umsetzen."

 

Die maßgeschneiderten Modelle sind zudem durch Knopflösungen figurfreundlich größenverstellbar, so dass sie quasi "mitwachsen" können.

"Wechsellatzdirndl" nennt Antonie Freundorfer ihre Erfindung, mit der sie auch die Münchner Wies'n im Oktober erobern möchte. Das Prinzip ihrer Innovation ähnelt dem Switch-System der Wechsel-Brillenfassungen. Präsentiert werden soll die Erfindung von der Münchner Schauspielerin Doreen Dietel aus der Serie „Dahaom is dahaom", die lange in Deggendorf und in Straubing gelebt hat.

 

2005 hatte sich die Schneiderin als Eine-Frau-Betrieb selbstständig gemacht und seitdem erfolgreich auf neue Medien gesetzt. Mittlerweile macht Antonie Freundorfer den Hauptanteil ihres Umsatzes übers Internet. „Dadurch habe ich das ganze Jahr über eine stabile Auftragslage", sagt sie. Unter dem Firmennamen „Antonies Designer-Dirndl" beliefert sie Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Neuseeland.

 

Auch einige Prominente wie die Raith-Schwestern oder die Band Alpengroove tragen ihre relativ hochpreisigen Kreationen. Wenn Ende Oktober bis Ende Dezember die Auftragsanfertigungen zurückgehen, schneidere ich Modelle für den Internet-Shop vor", sagt Freundorfer, die ihr Angebot systematisch ausbaut und bereits um Dirndlblusen, Brautdirndl und eine Schmuckkollektion erweitert hat. Das Geschäft boome. Nun spielt der Eine-Frau-Betrieb mit dem Gedanken, zu expandieren, und eine Kraft einzustellen.

 

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